Spaghetti Bolognese light- Vollkorn und fleischreduziert

Spaghetti Bolognese light

Diese Spaghetti Bolognese kommt mit weniger Fleisch aus. Viele essen Fleisch gerne, immer mehr jedoch überhaupt nicht mehr oder viel weniger.

Warum?

Wie gesund ist Fleischessen und welches ist das Richtige?

Fleisch ist nicht so ungesund wie viele denken. Es enthält zunächst einmal lebenswichtiges Eiweiß- der Baustein des Lebens. Eiweiß ist allerdings auch in Milch und Milchprodukten, Vollkornprodukten, Quinoa, Sojaprodukten und anderen Hülsenfrüchten wie Linsen, Erbsen, Bohnen und Kichererbsen enthalten.

Eiweiß aus tierischen Produkten wie Fleisch und Milchprodukten ist von der Aminosäurenzusammensetzung allerdings unserer eigenen Eiweißstruktur am ähnlichsten und soll deshalb zu bevorzugen sein. Dem werden viele Veganer und Vegetarier wohl nicht zustimmen.

Fleisch enthält zudem noch viele Vitamine- beispielsweise kann das Vitamin B12 nur über tierische Produkte aufgenommen werden- Mineralstoffe wie Eisen. Hohe Fett- und Cholesterinwerte sind allerdings die Down-Side des Fleischkonsums.

Welches Fleisch das „Richtige“ ist hängt vermutlich sehr stark vom persönlichen Geschmack ab, aber die fettarmen Varianten sind sicherlich zu bevorzugen. Zudem eher weißes Fleisch als rotes Fleisch, also lieber Huhn und Pute als Rind, Lamm und Schwein. Und lieber das Filet bzw. Bruststück als die Haxe

Warum auf Fleisch verzichten?

Häufiger mal auf Fleisch zu verzichten bietet auch viele Vorteile.

1. Weniger Fett, insbesondere gesättigte Fettsäuren
Das Fett in tierischen Produkten besteht meist auf gesättigten Fettsäuren und bringt eine Menge Cholesterin mit sich. Gerade gesättigte Fettsäuren allerdings landen gerne ohne Umwege in den Fettpolstern. Es ist recht starr in der Struktur und der Körper kann es zu wenig anderem als Speicherfett verwenden. Übringends, es gibt essentielle- also lebensnotwendige-Fette, die zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren gehören. Die allerdings stecken eher in Pflanzenölen. Wegen Fetten ist der Fleischkonsum also nicht zwingend nötig- hier kann gespart werden.

2. Des lieben Tieres wegen
Nun auch wenn es nicht meine Meinung ist, so sei der Tierschutz hier auch vertreten.
Verzichten wir auf Fleisch, dann sterben weniger Tiere.

3. Krankheitsvorbeugung
Dies ist mein eigentlicher Grund für Fleischverzicht. Es ist nicht ärztlich bestätigt, aber ich finde es wirkt. Wer wie ich unter einer Autoimmunerkrankung leidet, dem kann Fleischverzicht helfen. Die Arachidonsäure ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure und gehört zu den Omega-6-Fettsäuren. Über tierische Lebensmittel nehmen wir zu viel Arachidonsäure direkt auf und so verstärken sich z.B.entzündlich-rheumatische Beschwerden. Aber auch das Krebsrisiko- insbesondere Darmkrebs- steigt, wie die WHO zuletzt feststellte, also noch ein Grund zu sparen
Welche Alternativen gibt es?

Immer mehr essen fleischlos, daher besteht bei Alternativen kein Mangel. Tofu, Seitan und andere gepresste Pflanzenteile gaukeln uns vor, das es kein Problem sei fleischlos zu leben.
Ich frag mich allerdings immer, wenn jemand keine Wurst essen möchte, warum kauft er dann ein vegetarisches Produkt aus Rohstoffen fraglicher Herkunft, das den Geschmack von Wurst imitiert..

Ich finde Fleisch kann auch mit weniger Convenience-Produkten reduziert werden. Ab und an Tofu ist ok, stellt er doch den einzigen wirklich vollwertigen Fleischersatz dar. Aber ansonsten bevorzuge ich Pilze statt Geschnetzeltem, kleingeschnittene getrocknete Tomaten statt Speckwürfeln, Humus statt Teewurst etc.

Fleischreduzieren leicht gemacht!

Grundsätzlich kann aber auch der Fleischesser leicht sparen, ohne das der Genuss zu kurz kommt.

1. Lass Gemüse die größte Portion auf dem Teller sein (ca.50%)
2. Ein kleines Stück Fleisch dazu (ca. 150g), ca. 25%.
3. Sättigungsbeilagen wie Nudeln, Kartoffeln, Reis bilden die übrigen 25%.
Das kleine Rezeptchen hier wird noch gesünder, wenn nicht nur das Fleisch reduziert wird, sondern auch Vollkorn-Spaghetti dazu gereicht werden. Warum? Das erkläre ich später, jetzt wird gesund genossen.

Spaghetti Bolognese light
 
Author: 
Nährwerte
  • Portionen: 80
  • kcal: 666
  • Fett: 21,8 g
  • gesättigte Fette: 2,2 g
  • ungesättigte Fette: 4,2 g
  • Transfette: 0 g
  • Kohlenhydrate: 80,5 g
  • Zucker: 14,8 g
  • Natrium: 39,1 mg
  • Ballaststoffe: 10,6 g
  • Protein: 32,8 g
  • Cholesterin: 0,2 mg
Mahlzeit: Dinner@home
Rezeptart: mit Fleisch
Vorbereitungszeit: 
Zubereitungszeit: 
Zeit insgesamt: 
Zutaten
Für 4 Portionen:
  • 300 g Putenhackfleisch
  • 1 Karotte
  • 3 Stangen Staudensellerie
  • 1 grosse Zwiebel
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 300 ml Milch
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Zucchini
  • Salz
  • Pfeffer
  • 500 g Vollkorn- Spaghetti
Zubereitung
Vorbereitung:
  1. Die Karotte schälen und in feine Würfel schneiden.
  2. Den Staudensellerie waschen, die Fäden ziehen und ebenfalls in feine Würfel schneiden.
  3. Zwiebel schälen und fein würfeln.
  4. Paprika waschen, entkernen und ebenfalls in feine Würfel schneiden.
  5. Zucchini waschen und in feine Würfel schneiden.
Das Soffrito:
  1. Grundlage einer guten Bolognese ist das Soffrito. Normalerweise wird es mit viel Butter hergestellt. Mit Rapsöl wird es gesünder und schmeckt auch gut. Dazu in einer grossen Pfanne das Rapsöl erhitzen, sodass es heiss ist aber nicht siedet. Dann Karotten-, Zwiebel- und Selleriewürfel darin bei mittlerer Hitze 30 Minuten garen. Es darf nicht zu sehr brutzeln.
Die Bolognese- Sauce:
  1. Nun mit einem weiteren Esslöffel Rapsöl das Hackfleisch anbraten.
  2. Paprika und Zucchini waschen und in kleine Würfel schneiden.
  3. Die Milch zu dem Hackfleisch geben und 2 Minuten köcheln lassen.
  4. Dann die Tomaten, Paprika und Zucchini dazugeben- mit Salz und Pfeffer würzen.
  5. Nun auch das Soffrito dazu geben, alles gut durchrühren und gut 1 Stunde köcheln lassen.
Vor dem Servieren:
  1. Die Vollkorn-Spaghetti in kochendem Salzwasser ca. 10 Minuten all dente garen und zusammen mit der Bolognese-Sauce servieren.

 

(Visited 111 times, 2 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Bewerten Sie dieses Rezept: