Geschmacksrezession beim Rheingauwein?

Die Welt spricht von Rezession- daran wollte ich mich unbedingt beteiligen. Nun bin ich weder ein ausgewiesener Experte der Finanz- noch der Weinwelt. Leidiglich ausgiebiges Interresse am Thema Wein und mehrjährige Teilnahme an den Weinproben der verschiedenen Rheingauer Winzer lassen mich feststellen, der Geschmack der guten Rheingauer Riesling ist rücklaufig.

Nun hatten wir heute wieder die Chance einen meiner Lieblingswinzer zu besuchen. Das Weingut Karl Johann Molitor in Hattenheim. Hier stimmt in der Regel immer Qualität und Preis-/Leistungsverhältnis, doch bereits im letzten Jahr konnte ich dem Riesling hier nicht mehr so viel wie im Vorjahr abgewinnen. Dieses Jahr hatte war jede Qualitätsstufe von QbA, über Kabinett und Spätlese irgendwie sauer. Schade!

Probieren Sie hier nach einander den 2009er, 2010er und 2011er Riesling Spätlese Rüdesheimer Magdalenenkreuz. Sie werden merken was ich meine.

Der Weg zum Weingut Molitor war allerdings auch in diesem Herbst nicht umsonst.
Zwei Rotweine waren durchaus überzeugend.

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2011 Pinot Noir, trocken
Hattenheimer Hassel

2010 Assmannshäuser Höllenberg
Spätburgunder trocken

Der Pinot Noir ist ein typischen Spätburgunder mit blasserer Farbe, aber – und nur so mag ich den deutschen Rotwein- alles andere als blass im Geschmack. Der Pinot Noir hat einen durchaus ausdrucksstarken Geschmack, den der Gaumen nicht so schnell vergisst.

Weiter ging die Verköstigungsreise zum Weingut Trenz in Johannisberg.
Das ist immer eine Anfahrt wert, schon alleine wegen des Weinkellers.

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Hier waren die Weißweine weit besser. Sie lagen schwerer auf der Zunge- wenn man so will, ich kann es nicht anders beschreiben. Während der Weißwein beim Weingut Molitor eher an Wasser auf der Zunge erinnerte, nahm der Weisswein hier eher die Konsistenz von Fruchtsaft an. Gleichzeitig war er auch intensiver im Geschmack- aber auch etwas sauer im Nachgeschmack.

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Einer der Weine die mir hier am besten gefielen ist ausgerechnet der einfachste Wein in der Literflasche.

2011 Johannisberger Erntebringer
Riesling, feinherb

Gut, danach war es Zeit zu Essen und daher gingen wir zum Weingut und Gutsausschank Kurt Bug in Hallgarten.
Ein wirklich heimeliger Gutsauschank mit gutem Essen, das ruhig etwas mehr sein dürfte um satt zu werden. Der offene Kamin wärmte bei dem schaurigen Wetter angenehm.

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Zum Essen versuchte ich hier den 2011er Spätburgunder Weissherbst, halbtrocken. Er war ok, aber auch irgendwie sauer.

Nun frag ich mich, ob es nicht nur um den Euro sondern auch um den 2011er Jahrgang im Rheingau irgendwie nicht so gut steht. Sollte ich nicht irgendwo noch fündig werden, wird wohl unser Lager älterer Jahrgänge im kommenden Jahr schrumpfen oder ich muss Restposten der vergangenen Jahre erwerben.

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3 Kommentare bei „Geschmacksrezession beim Rheingauwein?“

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